„Semiramis und andere Dramen“ von Olive Tilford Dargan ist eine Sammlung dramatischer Werke, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Das Titelwerk „Semiramis“ erzählt die Geschichte der Semiramis, der Tochter des Menones, die in Assyrien an die Macht kommt und sich in einer Welt voller Konflikte, Liebe, Verrat und Ehrgeiz zurechtfinden muss. Zu den zentralen Figuren gehören Semiramis selbst, König Ninus von Assyrien sowie Khosrove, Prinz von Armenien; ihre Schicksale verflechten sich vor dem Hintergrund von Krieg und politischer Intrigen. Der Beginn von „Semiramis“ schafft eine angespannte Atmosphäre im Vorfeld der unmittelbar bevorstehenden Schlacht zwischen Assyrien und Armenien. Semiramis wartet ängstlich auf die Rückkehr ihres Bruders Artavan und drückt ihre tiefe Sorge um ihren Vater Menones aus, der aus Furcht vor der Schlacht geflohen ist. Als sie ihre Rüstung anlegt und bereit ist, selbst in Aktion zu treten, werden die Dynamiken von Pflichtgefühl, familiärer Loyalität und den Schrecken des Krieges besonders deutlich. In dieser Szene mobilisiert Semiramis Unterstützung für ihren Vater und zeigt dabei ihren starken, entschlossenen Charakter – zugleich werden bereits die miteinander verknüpften Beziehungen und Herausforderungen angedeutet, mit denen sie im weiteren Verlauf der Geschichte konfrontiert sein wird.