„Das Buch über Beth“ von Sarah Grand ist ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Handlung dreht sich um das Leben von Elizabeth Caldwell Maclure und spiegelt die Herausforderungen sowie Ambitionen der Frauen dieser Zeit wider – insbesondere Themen wie Ehe, gesellschaftliche Erwartungen und persönliches Wachstum. In den ersten Kapiteln lernt der Leser die Schwierigkeiten kennen, mit denen Elizabeths Mutter, Mrs. Caldwell, konfrontiert ist: Sie muss sich sowohl mit den Herausforderungen der Mutterschaft als auch mit den gesellschaftlichen Erwartungen an eine Frau und Mutter auseinandersetzen und gleichzeitig über ihre eigenen unerfüllten Träume nachdenken. Die Erzählung zeichnet ein lebendiges Bild von Mrs. Caldwells psychischer Verfassung, als sie sich auf die Geburt ihres siebten Kindes an einem trüben Juni-Tag vorbereitet. Man erlebt ihre Erschöpfung sowie ihren Kampf sowohl mit gesundheitlichen Problemen als auch mit den gesellschaftlichen Anforderungen, die an eine Frau gestellt werden. Die Dynamik zwischen Mrs. Caldwell und ihrem Ehemann offenbart die Spannungen in ihrer Ehe und unterstreicht das Ungleichgewicht in ihrer emotionalen und intellektuellen Beziehung zueinander. Im weiteren Verlauf des Romans wird die Geburt von Elizabeth unter schwierigen Umständen beschrieben – dies deutet bereits auf die Themen Widerstandsfähigkeit und Individualität hin, die ihr ganzes Leben prägen werden. Die Charaktere sowie die Handlungsumgebung dienen dazu, die Beschränkungen durch Geschlechterrollen sowie den Wunsch nach persönlicher Erfüllung darzustellen und somit den Weg für Elizabeths Suche nach ihrer eigenen Identität inmitten familiärer und gesellschaftlicher Drücke zu bereiten.