„Wu Se Shi“ eines unbekannten Autors ist ein historischer Roman, der vermutlich im 18. Jahrhundert geschrieben wurde. Die Erzählung untersucht die komplexen Beziehungen zwischen Gelehrten und ihren romantischen Verstrickungen und veranschaulicht durch die Hauptfiguren Huang sowie die schöne Tochter eines örtlichen Beamten Themen wie Talent und Schönheit. Während Huang sich durch diese Verbindungen bewegt, geht die Geschichte auch auf gesellschaftliche Erwartungen sowie die Komplexitäten der Liebe ein. Der Beginn von „Wu Se Shi“ führt zu einer philosophischen Diskussion über Schicksal und menschliches Handeln, wobei insbesondere die Mythologie um Nuwas himmlische Reparaturtätigkeiten herangezogen wird. Dies legt den Grundstein für ein vielfältiges Geflecht zwischenmenschlicher Dynamiken – angefangen bei der Charakterisierung von Huang Zhao, einem talentierten jungen Mann, der sich mit den einfühlsamen Überlegungen seiner Altersgenossen zu den Themen Talent und Äußeres auseinandersetzt. Im Laufe der Handlung entstehen zahlreiche romantische Missverständnisse sowie poetische Rivalitäten zwischen Huang und verschiedenen Personen, darunter auch ein charmanter, aber irreführender Verehrer. Huangs wachsende Gefühle für die bezaubernde Fräulein Hen führen schließlich zu einer Auseinandersetzung mit literarischen Fähigkeiten sowie den gesellschaftlichen Auswirkungen des Werbens um Liebe – was den Leser bis zum Ende in das Schicksal dieser miteinander verflochtenen Lebenswege hineinzuziehen vermag.