„Agathoulis“ von Voltaire ist ein satirisches Roman, der erstmals 1759 anonym veröffentlicht wurde. Die Geschichte handelt vom einfachen Helden Agathoulis, der nach seiner Liebe zur schönen Baronin Kynegonde aus seinem deutschen Heimatland verbannt wird. Seine Reise durch Europa und darüber hinaus wird zu einer endlosen Abfolge von Katastrophen, Kriegen, Erdbeben und unglaublichen Rettungsaktionen – allesamt Spott auf die optimistische Philosophie seines Lehrers Panglossos, der behauptet, dies sei „die beste aller möglichen Welten“. Durch Humor und Ironie satirisiert Voltaire aristokratische Arroganz, religiöse Heuchelei, Sklaverei – sowie den naiven Optimismus an sich.