„Demonologie und Teufelskunde“ von Moncure Daniel Conway ist eine wissenschaftliche Untersuchung zur kulturellen und historischen Entwicklung der Dämonen sowie des Begriffs des Bösen in verschiedenen Mythologien, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Werk geht auf die Ursprünge, Klassifikationen und gesellschaftlichen Auswirkungen dämonischer Gestalten ein und verfolgt deren Entwicklung von den alten Göttern bis hin zu den heutigen Darstellungen des Bösen. Der Autor möchte die psychologischen und anthropologischen Grundlagen dieser Vorstellungen ergründen und zeigt dazu zahlreiche Illustrationen, die das Verständnis der behandelten Themen fördern. Zu Beginn des Werkes gibt Conway seine Motivationen sowie erste Überlegungen zur Erforschung der Demonologie dar. Er reflektiert über den tiefgreifenden Einfluss der alten Mythen und darüber, wie primitive Glaubensvorstellungen einem intellektuelleren Verständnis der Dämonen gewichen sind. Zudem betont er, dass frühe Darstellungen von Gottheiten oft dualistisch waren und sowohl Gut als auch Böse verkörperten. Conway erläutert außerdem, wie sich die spezifischen Namen und Eigenschaften der Dämonen im Laufe der Zeit entwickelt haben – wobei ihre ursprüngliche Verehrung mit der Verachtung einherging, die mit dem Aufkommen konkurrierender Religionen einsetzte. Durch historische Anekdoten aus verschiedenen Kulturen sowie persönliche Beobachtungen legt er den Grundstein für eine detaillierte Untersuchung dieser übernatürlichen Wesen und ihrer anhaltenden Auswirkungen auf die menschliche Gesellschaft.