„Fiktive und symbolische Kreaturen in der Kunst“ von John Vinycomb ist ein wissenschaftliches Werk, das sich mit der Darstellung imaginärer und symbolischer Wesen in der britischen Heraldik beschäftigt und Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch untersucht Kreaturen, deren Existenz ausschließlich auf Fantasie beruht – wie Chimeren und Drachen – sowie ihre Bedeutung im Kontext heraldischer Symbolik. Vinycomb möchte diese fantastischen Wesen in erster Linie so darstellen, wie sie in der heraldischen Kunst erscheinen, und ihre Formen sowie die daraus abgeleiteten Bedeutungen anhand einer reichen Tradition von Mythen und Legenden analysieren. Bereits im Einleitungskapitel macht Vinycomb deutlich, dass er die Bedeutung symbolischer Kreaturen in Kunst und Heraldik erforschen möchte – und zeigt auf, wie diese Wesen die menschliche Fantasie sowie die historische Darstellungswelt geprägt haben. Er erörtert außerdem, wie frühere Schriften und Mythen zu spektakulären Wahrnehmungen dieser Kreaturen geführt haben und wie dies zeitgenössischen Künstlern bei deren genauer Darstellung Schwierigkeiten bereitet. Der Autor reflektiert zudem über die historische Bedeutung dieser Symbole sowie ihre Veränderungen im Laufe der Zeit und erkennt dabei die entscheidende Rolle, die sie nicht nur in der Heraldik, sondern auch in dem kollektiven Bewusstsein spielen – einem Bewusstsein, das seit jeher von Ängsten, Werten und kulturellen Erzählungen geprägt wurde.