„Bet Nekhot HaChalahot“ von Chaim M. Horowitz ist ein wissenschaftliches Werk, das sich mit dem jüdischen Recht (Halacha) befasst und Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Ziel dieser Sammlung ist es, bislang wenig bekannte rechtliche Texte sowie Fragen berühmter antiker Gelehrter – der sogenannten Geonim – zugänglich zu machen und damit zeitgenössischen jüdischen Gemeinschaften Orientierung zu bieten. Zu Beginn seines Werkes drückt der Autor seine Dankbarkeit für die Möglichkeit aus, wichtige halachische Texte zu veröffentlichen, und skizziert den Inhalt des ersten Bandes. Dieser umfasst spezifische halachische Bestimmungen des Rabbiners Yehudai Gaon, einen Zeitplan für die Lesung der Thora sowie die zugehörigen Haftorotexte sowie verschiedene Fragen und Antworten der Geonim. Horowitz betont sein Bestreben, diese Lehren genau darzustellen, um das spirituelle und rechtliche Verständnis des jüdischen Volkes seiner Zeit zu fördern. Die Einleitung trägt einen ehrfürchtigen Ton und unterstreicht die Bedeutung der antiken Weisheit, deren Zugänglichkeit er sich anstrengt zu schaffen.