„Betty Gordon auf Bramble Farm – oder: Das Rätsel einer Unbekannten“ von Alice B. Emerson ist ein Kinderroman, der Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Geschichte folgt dem Leben der zwölfjährigen Betty Gordon, eines Waisenmädchens, das gerade ihre Mutter verloren hat und auf die Ankunft ihres Onkels wartet, der sie zu sich holen soll. Während sie mit ihren Gefühlen des Verlustes kämpft, träumt sie von Abenteuern in der Zukunft – doch schon bald muss sie sich mit den harten Realitäten ihrer neuen Lebensumgebung auf Bramble Farm auseinandersetzen. Die Peabodys wirken keineswegs freundlich oder gastfreundlich. Der Beginn des Buches führt uns in Betty’s gegenwärtige Situation ein: Sie lebt bei Mrs. Arnold und deren beiden Söhnen, Ted und George, und wartet auf die Ankunft ihres Onkels Dick. Betty’s Liebe zum Gärtnern sowie ihre Sehnsucht nach der Gesellschaft ihres Onkels werden schnell deutlich. Als Onkel Dick schließlich ankommt, schlägt er vor, dass Betty den Sommer über bei den Peabodys verbringt – ein Vorschlag, den Betty zunächst begeistert annimmt und sich eine Welt voller Abenteuer vorstellt. Doch bei ihrer Ankunft auf Bramble Farm stellt sie sich einer ganz anderen Realität gegenüber: Die Peabodys sind streng und unnachgiebig, insbesondere Herr Peabody, der für eine sehr strenge Haushaltsführung sorgt. Betty’s leidenschaftliches Temperament tritt deutlich hervor, als sie mit den Ungerechtigkeiten ihres neuen Lebens konfrontiert wird – dies legt den Grundstein für ihren Kampf um Unabhängigkeit und Zugehörigkeit in einer Welt, die ihr zunächst feindselig erscheint.