„Das Mädchen Philippa“ von Robert W. Chambers ist ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Dieses Werk verbindet Themen des Spionages mit Elementen der Romantik und zeichnet das turbulente sozial-politische Umfeld vor dem Ersten Weltkrieg nach. Die zentrale Figur, Philippa, befindet sich in einer prekären Lage – ihr Leben wird mit dem eines geheimnisvollen Briten namens Halkett verknüpft, dessen Mission sowie die gefährlichen Personen, die ihn verfolgen, eine entscheidende Rolle in der Handlung spielen. Zu Beginn des Romans steht man vor dem historischen Hintergrund der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand, welches eine Reihe von Ereignissen auslöst, die viele Charaktere – darunter auch Philippa – betreffen. Ihr Leben wird zusätzlich kompliziert durch Wildresse, ihren Beschützer und zugleich eine Figur aus der Unterwelt, der sie aufzwingt, Halkett zu spionieren – einem attraktiven, aber rätselhaften Engländer, mit dem sie sich nach ihrer ersten Begegnung auf einem belebten Markt angefreundet hat. Die Erzählung enthält immer wieder Andeutungen von Gefahr: Halkett entkommt seinen Feinden, die entschlossen sind, einen wichtigen Umschlag in seinem Besitz zu erlangen, während Philippa mit ihren eigenen komplizierten Gefühlen sowie den Anforderungen der gefährlichen Umgebung umgeht. Im Laufe der Handlung werden ihre Loyalitäten vor dem Hintergrund des bevorstehenden Krieges auf die Probe gestellt – was tiefgreifende Themen wie Vertrauen, Identität und Überleben ans Licht bringt.