„Antigone“ von Sophokles ist eine attische Tragödie, die entweder 442 oder 440 v. Chr. verfasst wurde. Nachdem ein Bürgerkrieg zwei Brüder das Leben gekostet hat, erlässt ihr Onkel Kreon, dass einer der Brüder geehrt werden soll, während der Körper des anderen unbestattet bleiben muss. Ihre Schwester Antigone widersetzt sich diesem Erlass und entscheidet sich, ihrem Bruder gemäß dem göttlichen Gesetz die letzte Ehre zu erweisen – obwohl sie damit die Hinrichtung riskiert. Ihr Widerstand löst einen Konflikt zwischen familiärer Loyalität und staatlicher Autorität aus, zwischen den Gesetzen der Götter und den Gesetzen des Menschen.