„Der chinesische Opiumraucher“ von Anonymous ist eine historische Abhandlung, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch beschreibt den verheerenden Einfluss des Opiumkonsums in China und konzentriert sich insbesondere auf die gesellschaftlichen und familiären Folgen für die Betroffenen sowie ihre Angehörigen. Durch eine Reihe von Illustrationen, ergänzt durch beschreibende Erzählungen, wird der moralische, körperliche und finanzielle Verfall der Opiumnutzer aufgezeigt. Der Inhalt folgt der düsteren Geschichte eines Opiumrauchers und schildert seinen Weg von einem anständigen Leben in ein Leben voller Verzweiflung und Ruin. Es werden die verschiedenen Phasen der Sucht dargestellt, ebenso die Bitten seiner Familie, sein Verlust an sozialem Ansehen sowie die katastrophalen Auswirkungen auf seine Gesundheit und seinen Lebensunterhalt. Zudem wird die weit verbreitete Praxis des Opiumkonsums unter verschiedenen Bevölkerungsgruppen in China thematisiert und der Beitrag Großbritanniens zur Aufrechterhaltung des Opiumhandels kritisiert – dieser Handel bereichert britische Händler auf Kosten des Wohlergehens der chinesischen Gesellschaft. Letztendlich dient das Buch als eindringlicher Warnhinweis vor der zerstörerischen Macht der Sucht sowie vor den Verantwortlichkeiten jener, die daran profitieren.