„Sexuelle Sitten in Wort und Bild: Der Humor im Sexualleben“ von D. Ph. van Vloten Elderinck ist eine humorvolle Untersuchung sexueller Bräuche und Beziehungen, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk geht auf die oft komischen Aspekte der menschlichen Sexualität ein und erörtert den Gegensatz zwischen romantischen Idealen und den eher absurden Realitäten von Liebe und Anziehungskraft. Der Text verwendet eine Mischung aus Satire, Analyse und Humor, um Vorstellungen über die romantische Liebe und ihre Ausdrucksformen in Frage zu stellen. Zu Beginn des Werkes führt die Autorin das Konzept des erotischen Humors ein und betont, dass Liebe nicht nur Gegenstand erhabener Poesie ist, sondern auch ein fruchtbarer Boden für Humor und Satire darstellt. Sie untersucht die Komplexitäten menschlicher Beziehungen und vergleicht den Werbungsprozess mit einer komisch-strategischen Schlacht, bei der beide Parteien Masken tragen. Die Autorin betont außerdem den Widerspruch zwischen den hochträchtigen Idealen, die oft in der Literatur dargestellt werden, und der alltäglichen, oft lächerlichen Realität romantischer Interaktionen. Durch eine Reihe von Beobachtungen und humorvollen Anekdoten legt van Vloten Elderinck den Grundstein für eine tiefergehende Untersuchung der sozialen und kulturellen Auswirkungen der Sexualität und bereitet somit die Grundlage für eine gründliche Kritik romantisierten Liebesbildern.