„De l’Amour“ von Stendhal ist ein Essay, der 1822 veröffentlicht wurde. Unter dem Vorwand psychologischer und soziologischer Analysen untersucht Stendhal die Natur der Liebe und drückt dabei seine eigene unerwiderte Leidenschaft aus. Das Werk führt seine berühmte Theorie der „Kristallisation“ ein – jenes Phänomen der Idealisierung, das bei romantischer Anziehung auftritt. In zwei Bänden erörtert es die verschiedenen Stadien der Verliebtheit und vergleicht die Bräuche des Heiratswerbens in verschiedenen Ländern; zugleich kritisiert es die Ehe und setzt sich für die Bildung von Frauen ein. Durch philosophische Betrachtungen verwandelt Stendhal persönliche Enttäuschungen in allgemeine Erkenntnisse.
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