„Tragödien“ von Aischylos ist eine Sammlung antiker griechischer Dramen, die im 5. Jahrhundert v. Chr. verfasst wurden. Diese Sammlung thematisiert in besonderem Maße das Schicksal, die göttliche Gerechtigkeit sowie den Kampf der Menschheit gegen überwältigende Hindernisse; dabei steht die Figur Prometheus im Mittelpunkt – ein Gestalt, der sich den Göttern widersetzt, um der Menschheit zu helfen. Aischylos’ Tragödien untersuchen die Konsequenzen moralischer Entscheidungen sowie die unvermeidliche Natur des Schicksals. Zu Beginn der Sammlung lernen wir Prometheus kennen – einen Mann, der von Zeus bestraft wird, weil er dem Menschen die Flamme gestohlen hat. Die Eröffnungsszene zeigt, wie Prometheus von den Göttern Cratos und Bia auf Zeus’ Befehl gefesselt wird; dies markiert seinen tragischen Schicksal. Während Prometheus über sein Los klagt, reflektiert er über seine vergangenen Handlungen sowie das immense Leid, das er aufgrund seiner Mitgefühl für die Sterblichen ertragen muss. Der Dialog zwischen Prometheus und dem Chor thematisiert Hoffnung, Verzweiflung sowie die unvermeidlichen Folgen des Widerstands gegen den göttlichen Willen – und legt so den Grundstein für die tiefgründigen moralischen und philosophischen Fragen, die Aischylos’ Werke auszeichnen.