„L’Italia nel 1898 (Tumulti e reazione)“ von Napoleone Colajanni ist ein historischer Bericht aus dem späten 19. Jahrhundert. Das Buch untersucht die sozialen und politischen Unruhen in Italien in einer tumultartigen Zeit und konzentriert sich besonders auf die Ereignisse im Frühjahr 1898. Colajanni will die Ursachen und Folgen der Proteste und Unruhen analysieren, die aus wirtschaftlicher Not, Versagen der Regierung und dem Drängen auf politische Reform entstanden. Der Beginn des Werks bereitet eine Erkundung des weiteren Kontexts des damaligen sozialen Kampfes in Italien vor. Der Autor reflektiert frühere Revolutionen, namentlich das Scheitern von 1848, und führt den Gedanken ein, dass Italien sich im Vergleich zu anderen Nationen in einem Zustand verzögerter Entwicklung befinde, mit spürbaren Folgen für seine Bevölkerung. Colajanni unterstreicht die Bedeutung der Ereignisse im Frühjahr 1898, insbesondere der Aufstände, die Hunger und wirtschaftliche Not entfachten und in gewaltsamen Zusammenstößen mit den Behörden in Städten wie Mailand gipfelten. Er äußert Besorgnis über die rücksichtslosen Reaktionen der Regierung auf diese Ausbrüche und betont die dringende Notwendigkeit von Reformen, um die zugrunde liegenden Probleme des Landes anzugehen.