„Was ist Wahrheit?“ von W. D. Wattles ist ein metaphysisch-philosophisches Werk, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Es untersucht die Natur der Realität – Zeit, Raum, Substanz, Bewusstsein, Bewegung – und argumentiert, dass eine einzige, bewusste, göttliche Substanz allem zugrunde liegt und die Welt durch ihren Willen formt. Das zentrale Thema des Buches ist, wie die Harmonie mit dieser Realität zu menschlichem Wohlbefinden und Überfluss führt. Das Werk erläutert seine Thesen Schritt für Schritt: Zeit und Raum sind reale, unendliche Strukturen; alle „Materialien“ stellen Formen derselben flüssigen Substanz dar, die durch Druck und Bewegung fest oder ätherisch werden kann. Das Bewusstsein gehört der Substanz selbst an – nicht dem leeren Raum oder bloßer Gehirnaktivität – und kann beim Menschen zur Vollkommenheit gelangen. Bewegung ist die Veränderung dieser Substanz im Raum und in der Zeit; jede „Kraft“ lässt sich letztlich auf den Druck dieser Substanz zurückführen – im Vakuum gibt es keine Anziehungskräfte. Die Ursache aller Bewegungen liegt im Willen der ursprünglichen, göttlichen Substanz; deren willentlicher Einfluss erzeugt Licht, Wärme, Schwerkraft und chemische Bindungen, wobei das Ziel dieser Kräfte das Glück aller Wesen ist. Der Mensch als bewusste Substanz in menschlicher Gestalt kann mit diesem göttlichen Willen zusammenarbeiten. Durch die konsequente Anerkennung des göttlichen Lebens und des Überflusses – durch Bestätigung, Gebet und Harmonie mit diesen Kräften – wird der Mensch vollkommen und erhält alles, was er benötigt; hingegen führt eine habituelle Wahrnehmung von Krankheit oder Mangel dazu, dass diese Zustände anhalten.