„Ingrid“ von Selma Lagerlöf ist ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Handlung spielt in Schweden und folgt Gunnar Hede – einem begabten Geiger und Erben, der verzweifelt versucht, das Anwesen Monnikshut zu retten – sowie Ingrid, einer sanften Waise, deren Leben mit seinem zusammenläuft. Der Roman verbindet die Atmosphäre von Volkslegenden mit Romantik und moralischen Konflikten und beschäftigt sich mit Themen wie Kunst, Pflicht, Liebe und dem Zuge des Heimatgefühls. Die Geschichte beginnt in Uppsala: Ein ehrlicher Freund warnt Gunnar Hede davor, dass sein Familienanwesen im Verfall begriffen ist und seine Besessenheit vom Geigenspiel sein Studium behindert. Nach einer Straßenaufführung, bei der er zeigt, wie er Menschen bewegen kann, beschließt Gunnar, Geld zu verdienen – und begibt sich daraufhin als Händler auf die Reise. Doch eine katastrophale Wintertour mit Hunderten von Ziegen sowie die Auflösung seiner Verlobung bringen ihn in den Wahnsinn; er wird zum halbverrückten Wanderer, den die Leute „Geitebok“ nennen. Die Handlung wechselt dann nach Roglanda, wo die träumerische Ingrid, die von einer armen Pastorenfamilie adoptiert wurde, schwer erkrankt. Sie fällt in einen Trance und wird wie tot beigesetzt. An einem heißen Sonntag vermeidet der umherirrende Gunnar die Kirche, spielt am frischen Grab seines Freundes Geige – und wird von einem Geräusch dazu veranlasst, den Sarg zu öffnen; Ingrid erwacht wieder zum Leben. Aus Angst, gesehen zu werden, überredet sie ihn, sie in seinem Gepäck zu verstecken und mit ihr ins Pfarrhaus zu bringen – gerade als die Familie sich auf ihre Beerdigung vorbereitet.