„Novelas Cortas“ von Pedro Antonio de Alarcón ist eine Sammlung von Kurzgeschichten, die Mitte des 19. Jahrhunderts verfasst wurden. Dieses Werk richtet sich an Spanischlernende und zeigt durch fesselnde Erzählungen Aspekte des spanischen Lebens und der Geschichte auf. Die Geschichten zeichnen sich durch ihren verständlichen Stil und ihren Humor aus; außerdem werden Charaktere beschrieben, die die sozialen Verhältnisse ihrer Zeit widerspiegeln. Der erste Erzählung der Sammlung ist „La Buenaventura“: Ein zerlumpter und humorvoller Zigeuner namens Heredia trifft beim Hauptquartier des Gouverneurs von Granada ein und behauptet, Informationen über den berüchtigten Verbrecher Parrón zu besitzen – für dessen Ergreifung eine Belohnung ausgeschrieben wurde. Während er von seinem Zusammentreffen mit Parrón erzählt, entfaltet sich eine Mischung aus dunklem Humor und Spannung; dabei wird ein skrupelloser Bandit porträtiert. Die Geschichte setzt den Ton für eine Mischung aus Abenteuer und sozialer Kritik und zeigt besonders Heredias Witz, als er sich in gefährlichen Situationen zurechtfindet und versucht, seine Belohnung zu erhalten.