„Enrico IV“ von Luigi Pirandello ist ein Drama, das 1921 verfasst wurde. Nach einem Unfall während einer kostümierten Zeremonie glaubt ein Adliger, der historische Kaiser Heinrich IV. zu sein. Zwölf Jahre später erholt er sich, entscheidet sich jedoch dafür, diese Täuschung fortzusetzen – weil er es nicht ertragen kann, der schmerzhaften Realität ins Auge zu blicken. Als zwanzig Jahre nach dem Vorfall Besucher mit einem Heilmittel für ihn auftauchen, zwingt eine Konfrontation ihn dazu, zwischen Wahrheit und Wahnsinn zu wählen. Das Stück untersucht die Grenzen zwischen Vernunft und Verrücktheit, zwischen Inszenierung und Authentizität und fragt, ob es ehrlicher sein könnte, Illusionen zu akzeptieren, anstatt die falschen Realitäten der Gesellschaft hinzunehmen.
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