„Eine kritische Analyse des populären Begriffs ‚Dschihad‘“ von Cherágh Ali ist ein wissenschaftliches Werk, das Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Ziel dieses Buches ist es, Missverständnisse hinsichtlich des Konzepts des Dschihad im Islam aufzuklären – insbesondere die Vorstellung, dass die von Mohammed geführten Kriege Aggressionen und keine Verteidigungsmaßnahmen waren. Der Autor argumentiert, dass diese Konflikte notwendige Reaktionen auf Verfolgungen waren und dass der Islam weder Zwangsumwandlung noch Aggression gegen Ungläubige befürwortet. Die Einleitung des Buches legt die Grundlage für eine kritische Untersuchung gängiger Vorstellungen über den Dschihad und betont, dass Mohammeds Kriege in erster Linie defensiver Natur waren. Cherágh Ali erörtert außerdem den historischen Kontext der frühen Kämpfe der Muslime, insbesondere die Verfolgung, der Mohammed und seine Anhänger durch das Stammesmitglied der Quraisch in Mekka ausgesetzt waren. Er argumentiert, dass die Schlachten – darunter die bei Badr und Uhud – von den Quraisch initiiert wurden und daher als Selbstverteidigungsmaßnahmen anzusehen sind, nicht jedoch als Versuche zur Eroberung oder Bekehrung Ungläubiger. Diese Argumentation wird anhand der Interpretation relevanter Koranverse vorgebracht; der Autor strebt dabei danach, islamische Prinzipien mit den historischen Ereignissen unter Mohammeds Führung in Einklang zu bringen.