„Iphigenie in Tauris“ von Johann Wolfgang von Goethe ist ein Versdrama, das zwischen 1779 und 1786 verfasst wurde und auf der antiken griechischen Tragödie von Euripides basiert. Iphigenie wird von der Göttin Diana vor dem Opfer dargebracht gerettet und dient nun als Priesterin in Tauris – doch sie sehnt sich verzweifelt nach ihrem griechischen Heimatland. Als König Thoas ihr einen Heiratsantrag macht, lehnt sie ab; doch ihre Ablehnung droht, die barbarische Sitte des Menschenopfers wiederherzustellen. In der Zwischenzeit trifft ihr Bruder Orestes zusammen mit seinem Freund Pylades auf einer göttlichen Mission ein – ohne zu wissen, dass die Priesterin den Schlüssel zur Befreiung ihrer Familie von dem tödlichen Fluch in Händen hält.