„Quilito“ von Carlos María Ocantos ist ein Roman, der Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Handlung spielt vor dem Hintergrund sozioökonomischer Konflikte in Buenos Aires und konzentriert sich auf das Leben einer bescheidenen Familie – wobei Themen wie Klassenzugehörigkeit, Ambitionen und familiäre Pflichten eine zentrale Rolle spielen. Die Erzählung stellt Pampa vor, eine junge indigene Dienstmagd, die sich nach einem lebendigeren Leben sehnt, aber durch ihre alltäglichen Hausarbeiten eingeschränkt ist, sowie Quilito, den Sohn der Familie, der die Ambitionen und Widersprüche innerhalb ihrer sozialen Stellung repräsentiert. Der Beginn von „Quilito“ zeichnet lebhaft das Alltagsleben der Charaktere nach – insbesondere Pampas Sehnsucht nach Freiheit und Aufregung inmitten der geschäftigen Feierlichkeiten zum Nationalfeiertag wird hervorgehoben. Während sie davon träumt, an den Festlichkeiten teilzunehmen, unterbricht die Realität ihre Gedanken schnell mit Hausarbeiten – was ihre Arbeit und ihre soziale Stellung deutlich macht. Quilito hingegen, der als Stolz und Hoffnung der Familie dargestellt wird, kämpft mit den Erwartungen an ihn sowie mit Ambitionen, die über seine bescheidene Herkunft hinausgehen. Der Kontrast zwischen Pampas stillen Opfern und Quilitos aufkeimender Identität bereitet den Weg für eine tiefergehende Erforschung ihrer miteinander verbundenen Schicksale im weiteren Verlauf der Erzählung.