„Qianziwen“ von Xingsi Zhou ist ein chinesisches Gedicht, das im sechsten Jahrhundert verfasst wurde. Es besteht aus genau tausend einzigartigen Zeichen, die in gereimten Versen angeordnet sind und dazu dienen sollen, Kindern das Lesen und Schreiben beizubringen. Jedes dieser Zeichen erscheint in diesem sorgfältig strukturierten Text nur einmal. Das Werk wurde im ersten Jahrtausend Chinas zu einem der am weitesten verbreiteten Lektüretexte und bildete zusammen mit zwei weiteren klassischen Lehrbüchern die Grundlage der traditionellen Bildung. Aufgrund seiner tausend einzigartigen Zeichen galt es über Jahrhunderte hinweg bei Kalligraphen in den ostasiatischen Ländern als besonders geschätzt.