„Mariucha“ von Benito Pérez Galdós ist eine fünfaktige Komödie, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Stück thematisiert Fragen der Moral und gesellschaftlichen Veränderungen im Kontext des Niedergangs der spanischen Aristokratie und konzentriert sich auf Charaktere wie Don Pedro und María, die mit verschiedenen Herausforderungen konfrontiert sind. Indem es persönliche Tugenden gegenüber sozialer Zerstörung in den Vordergrund rückt, bietet das Stück ein lebendiges Bild des zeitgenössischen spanischen Lebens. Die Eröffnung von „Mariucha“ führt uns in den einst prächtigen Palast Alto-Rey, wo wir Cirila, eine Dienstmagd, sowie Corral, einen wohlhabenden Bürgerlichen, treffen. Sie diskutieren über den Verfall der Adelsklasse und die Schwierigkeiten der einst Mächtigen. In dieser Szene tritt Don Pedro, der Marquis, besorgt auf – was auf die Drücke hindeutet, denen er ausgesetzt ist, wenn er versucht, Würde zu wahren und gleichzeitig die finanziellen Probleme seiner Familie zu bewältigen. Dieser erste Dialog legt den Grundstein für die weitere Auseinandersetzung mit Fragen der Klassenstruktur sowie dem Kampf um eine neue Identität inmitten von Unruhen.