„Das Tagebuch des Verrückten“ von Xun Lu ist eine Kurzgeschichte, die 1918 veröffentlicht wurde. In der Umgangssprache Chinas geschrieben, folgt dieses bahnbrechende Werk den Tagebucheinträgen eines Mannes, der allmählich überzeugt wird, dass alle um ihn herum – Familie, Dorfbewohner und die Gesellschaft selbst – Kannibalismus praktizieren. Durch seine zunehmend paranoischen Beobachtungen entdeckt er sogar in alten konfuzianischen Texten Hinweise auf das „Essen von Menschen“. Die Geschichte nutzt den Wahnsinn als Mittel, um die traditionelle chinesische Kultur und Werte zu kritisieren, und endet mit einem verzweifelten Appell, „die Kinder“ vor einer von unterdrückerischen Bräuchen geprägten Gesellschaft zu retten.
Wikipedia-Seite zu diesem Buch: en.wikipedia.org/wiki/Diary_of_a_Madman_(Lu_Xun))