„Electra“ von Benito Pérez Galdós ist ein fünfaktiges Theaterstück, das am 30. Januar 1901 uraufgeführt wurde. Das Werk interpretiert den klassischen griechischen Mythos als scharfe Kritik an dem wachsenden Einfluss der katholischen Kirche in Spanien. Eine junge Heldin stellt sich im Verlauf des Dramas jahrhundertealter religiöser Unterdrückung und Fanatismus – was zu einem landesweiten Skandal führte. Die Uraufführung löste leidenschaftliche Auseinandersetzungen zwischen Liberalen und Konservativen aus; das Publikum reagierte mit Jubel und Protesten. Inspiriert von einer realen Kontroverse um eine junge Frau und ein Kloster wurde das Stück zu einem zentralen kulturellen und politischen Brennpunkt.
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