„Geschichte der Kunst im Chaldäa und Assyrien, Band 1 (von 2)“ von Perrot und Chipiez ist ein historisches Werk, das Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Bände sollen das künstlerische Erbe sowie die Zivilisationen des alten Chaldäa und Assyriens untersuchen und den Zusammenhang zwischen Kunst, Kultur und sozial-politischen Entwicklungen aufzeigen. Durch eine sorgfältige Analyse archäologischer Funde versucht der Text, die künstlerischen Leistungen sowie die historische Bedeutung dieser alten Gesellschaften zu erhellen. Der einleitende Teil dieses Werkes legt einen grundlegenden Rahmen für das Verständnis des geografischen und historischen Kontextes von Chaldäa und Assyrien. Er stellt diese Zivilisation als eine dar, die sich in den Aueebenen zwischen dem Tigris und dem Euphrat entwickelte, und betont dabei die Dualität ihrer Entwicklung sowie ihre natürliche Umgebung. Die Autoren heben den Gegensatz zwischen den beiden Regionen hervor und beschreiben detailliert, wie sich die Bewohner von einem nomadischen zu einem sesshaften, landwirtschaftlichen Lebensstil entwickelten – was letztendlich zu dem reichen kulturellen und künstlerischen Erbe führte, das in diesem Buch untersucht wird. Zudem erläutern die ersten Kapitel die grundlegenden Merkmale der chaldäisch-assyrischen Zivilisation: ihre geografischen Grenzen, ihre natürlichen Ressourcen sowie die Bedeutung ihrer Flüsse für die frühe Besiedlung und kulturelle Entwicklung.