„Die Schaffung von Kapital: Das Erzielen von Gewinn als Ziel im Geschäftsleben“ von Frederick L. Lipman ist ein philosophisches Werk, das Anfang des 20. Jahrhunderts veröffentlicht wurde und die moralischen Implikationen des Gewinnstrebens im Geschäftsleben untersucht. Das Buch geht der Vorstellung nach, dass der Wunsch, Reichtum anzuhäufen, in der menschlichen Natur verwurzelt ist, und stellt die Ethik des Profitstrebens in Frage. Es versucht, den Wunsch nach finanzieller Erfolg mit den damit einhergehenden sozialen Verantwortungen in Einklang zu bringen. Lipman argumentiert, dass das Streben nach Kapitalbildung nicht nur für Einzelpersonen, sondern auch für die Gesellschaft insgesamt von Vorteil ist. Er betont die Bedeutung der finanziellen Verantwortung sowie die Notwendigkeit, klug zu sparen und zu investieren – unter Berücksichtigung der moralischen Pflichten gegenüber Familie, Gemeinschaft und zukünftigen Generationen. Anhand zahlreicher Beispiele und gründlicher Analysen kontrastiert Lipman das stereotypische Bild des gierigen Kapitalisten mit dem Ideal eines verantwortungsbewussten Geschäftsmanns, der durch die Schaffung von Kapital positiv zur Zivilisation beiträgt. Letztendlich ermutigt er die Leser, einen ausgewogenen Ansatz bei der Anhäufung von Reichtum zu verfolgen – einen Ansatz, der den Wunsch nach finanzieller Erfolg mit ethischen Überlegungen und einem Engagement im Dienste anderer in Einklang bringt.