„Nationalität und Rasse aus der Sicht eines Anthropologen“ von Sir Arthur Keith ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung, die als Vortrag Anfang des 20. Jahrhunderts präsentiert wurde. Das Buch untersucht die Komplexitäten und Dynamiken von Rasse und Nationalität – insbesondere im Kontext der anthropologischen Entwicklung sowie moderner gesellschaftlicher Strukturen. Es geht auf historische Wechselwirkungen und Spannungen zwischen verschiedenen rassistischen und nationalen Gruppen ein, wobei besonders das Britische Empire und seine Territorien im Fokus stehen. In diesem Werk erörtert Keith, wie rassistische und nationale Identitäten im Laufe der Zeit entstanden und sich entwickelt haben, und betont dabei, dass vererbte stammesbezogene Instinkte eine bedeutende Rolle bei der Entstehung moderner Konflikte spielen. Anhand von Fallstudien aus verschiedenen Regionen – darunter die Vereinigten Staaten, Kanada, Südafrika und Europa – zeigt er auf, wie historische Muster der Kolonialisierung, Migration und rassistischer Interaktionen aktuelle gesellschaftliche Probleme beeinflussen. Der Vortrag skizziert außerdem die Reibungen, die entstehen, wenn verschiedene Rassen und Nationalitäten in Kontakt kommen, und betont, dass ein Verständnis dieser zugrundeliegenden Instinkte für die Lösung heutiger rassistischer und nationaler Probleme unerlässlich ist. Mit umfassenden Beispielen argumentiert Keith, dass viele der heutigen Herausforderungen tief in der primitiven stammesbezogenen Organisation der menschlichen Gesellschaft verwurzelt sind, und fordert daher einen differenzierten Ansatz bei Reformen und im Streben nach Einheit.