„Wie man Musik schätzen lernt“ von Gustav Kobbé ist ein aufschlussreicher Leitfaden zum Verständnis und zur Wertschätzung von Musik, der vermutlich zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch möchte Musikliebhaber — jene, die Konzerte und Rezitals besuchen, aber möglicherweise keine formale Ausbildung haben — aufklären, indem es ihnen das nötige Wissen vermittelt, um ihren Musikgenuss zu steigern. Kobbé erörtert die Entwicklung verschiedener musikalischer Formen und Persönlichkeiten, darunter bedeutende Komponisten sowohl aus der klassischen als auch aus der modernen Epoche, und hilft den Lesern dadurch, ein tieferes Verständnis für musikalischen Ausdruck zu entwickeln. Der einleitende Teil des Werkes stellt Wesen und Bedeutung des Pianofortes vor und schildert ausführlich seine herausragende Rolle sowohl im persönlichen als auch im öffentlichen Musikerleben. Kobbé betont, dass die Fähigkeit vieler Menschen, Musik zu schätzen, tiefgreifend sein kann, auch wenn sie vielleicht nicht spielen oder singen. Er erläutert ausführlich die Geschichte und Entwicklung des Pianofortes und veranschaulicht seine Möglichkeiten und einzigartigen Eigenschaften, die es von anderen Instrumenten unterscheiden. Außerdem beabsichtigt Kobbé zu untersuchen, wie das Studium des Pianofortes als Zugang zum Verständnis der umfassenderen musikalischen Landschaft dienen kann, und verdeutlicht damit dessen grundlegende Stellung in der Musikgeschichte.