„William Oughtred: A Great Seventeenth-Century Teacher of Mathematics“ von Florian Cajori ist eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts verfasste historische Darstellung. Das Werk befasst sich eingehend mit dem Leben und den Beiträgen William Oughtreds, einer bedeutenden, jedoch in der Geschichte der Mathematik oft übersehenen Persönlichkeit, deren Einfluss sich über die Entwicklung der modernen Algebra und mathematischen Notation erstreckte. Besonderes Augenmerk gilt seiner Rolle als Pädagoge, Erfinder des Rechenschiebers und Verfasser wichtiger mathematischer Texte im England des 17. Jahrhunderts. Die Einleitung des Buches stellt William Oughtred vor, skizziert seine Ausbildung in Eton und Cambridge und vermittelt Einblicke in seine Leidenschaft für die Mathematik, der er neben seinen kirchlichen Pflichten als engagierter Amateur nachging. Der Text hebt Oughtreds frühe Innovationen hervor, etwa seine Arbeiten an Sonnenuhren und seine bemerkenswerte Schöpfung algebraischer Symbole, darunter das Kreuz für die Multiplikation. Oughtred wird als eine Persönlichkeit dargestellt, die mathematisches Denken durch seine Schriften und Lehrtätigkeit voranbrachte, zugleich aber mit persönlichen Herausforderungen und Kontroversen konfrontiert war, insbesondere im Zusammenhang mit seinem Vermächtnis bei mathematischen Erfindungen. Insgesamt bereitet der Anfang den Boden für eine detaillierte Untersuchung von Oughtreds Beiträgen zur Mathematik und Bildung.