„Psychologie des Verbrechens“ von Michele Longo ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Dieses Werk untersucht den Schnittpunkt zwischen Psychologie und Strafrecht, wobei insbesondere die psychologischen Aspekte im Vordergrund stehen, die kriminelles Verhalten sowie die Entstehung des Begriffs der Kriminalität prägen. Longos Ziel ist es, ein systematisches Verständnis der Kriminalpsychologie zu schaffen und grundlegende Theorien zu entwickeln, die in die Motivationen und mentalen Strukturen von Straftätern eindringen. Der einleitende Teil erläutert Longos Absicht, weit verbreitete Vorstellungen über die Kriminalpsychologie in einem zusammenhängenden Rahmen zu systematisieren. Er diskutiert die Natur des Verbrechens aus der Perspektive psychologischer Entwicklung und sozialer Interaktion und betont, dass das Verständnis kriminellen Verhaltens eine Analyse der Wechselwirkungen zwischen individuellen Neigungen und gesellschaftlichen Normen erfordert. Longo skizziert außerdem die Gliederung des Buches: Es wird in allgemeine Prinzipien der Kriminalpsychologie, den Einfluss umweltbedingter Faktoren auf das Verbrechen sowie spezielle psychologische Aspekte hinter bestimmten Straftaten unterteilt. Die ersten Kapitel legen die Grundlage für eine tiefergehende Untersuchung der Wurzeln kriminellen Verhaltens sowie des Gleichgewichts zwischen individuellen psychischen Zuständen und gesellschaftlichen Erwartungen.