„Die Canterbury-Novellen“ von Geoffrey Chaucer sind eine Sammlung von 24 Erzählungen, die im 14. Jahrhundert auf Mittelenglisch verfasst wurden. Die Handlung folgt einer Gruppe von Pilgern, die von Southwark nach Canterbury reisen, um das Grab von Thomas Becket zu besuchen. Um die Zeit zu vertreiben, veranstalten sie einen Wettbewerb im Erzählen von Geschichten. Die Erzählungen behandeln verschiedene Themen wie höfliche Liebe, Gier und Verrat und werden dabei in verschiedenen Genres präsentiert – Romane, Predigten und Fabeln. Obwohl Chaucer ursprünglich vorgesehen hatte, dass jeder Pilger vier Geschichten erzählt, blieb die Sammlung bei seinem Tod im Jahr 1400 unvollendet – was jedoch ein lebendiges Porträt der mittelalterlichen Gesellschaft ergibt.