„Erinnerungen an die Kindheit und die Schulzeit“ von Edmondo De Amicis ist ein halbautobiografisches Memoir, das Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Werk reflektiert über die frühen Kindheitserfahrungen des Autors – insbesondere seine Zeit in der Schule sowie die Personen, die ihn beeinflusst haben, wie Familienmitglieder und Betreuer. Die Erzählung ist voller emotionaler und lebhafter Erinnerungen, die Themen wie Unschuld, Natur, soziale Ungleichheit sowie die formende Wirkung der Bildung behandeln. Der Beginn des Memoirs führt den Leser in die frühe Kindheit des Autors ein und stellt die entscheidenden Erlebnisse vor, die sie prägten. Mit einer bewegenden Erinnerung an das Spielen mit seinem verstorbenen Bruder beginnt er und reflektiert über die Rätsel der Erinnerung und des Verlustes. Bei der Beschreibung seiner familiären Herkunft lernen wir mehr über seinen Vater – einen Banker in einer malerischen Stadt – sowie über die idyllische Umgebung seines Elternhauses. Der Autor zeichnet ein lebhaftes Bild seiner Umgebung und teilt verschiedene Anekdoten mit, wie seine spielerischen Interaktionen mit den Nachbarskindern oder seine Zuneigung zur Familienmagd Maddalena. Er fasst die Mischung aus Freude und Melancholie zusammen, die seine frühen Jahre prägte, und legt so den Grundstein für eine tiefere Reflexion über den Einfluss von Erfahrungen und Beziehungen auf die Entwicklung der eigenen Identität und das Verständnis der Welt.