„Noli me tángere“ von José Rizal ist ein Roman, der Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses bedeutende Werk zeichnet das soziale und politische Geschehen auf den Philippinen während der spanischen Kolonialzeit nach und konzentriert sich dabei auf das Leben des Protagonisten Crisóstomo Ibarra, der nach seinem Studium in Europa auf die Philippinen zurückkehrt. Durch Ibarras Erlebnisse und Begegnungen werden Themen wie Unterdrückung, Identität sowie der Kampf um Reformen in einer von Traditionen und kolonialer Herrschaft geprägten Gesellschaft behandelt. Zu Beginn des Romans lernen wir Kapitän Tiago kennen – den Gastgeber eines Abendessens, das als gesellschaftlicher Treffpunkt für verschiedene Charaktere in Manila dient und die vielfältige Gesellschaft jener Zeit widerspiegelt. Die Erzählung zeichnet ein lebendiges Bild der Teilnehmer dieses Abendessens – darunter Priester, Einheimische sowie Ibarra selbst, einen jungen Mann adliger Herkunft. Ibarra erfährt von den Ungerechtigkeiten, denen sein Vater ausgesetzt war; dieser starb unter verdächtigen Umständen im Gefängnis. Zudem wird die Spannung zwischen den einheimischen Filipinos und den spanischen Behörden deutlich. Diese einleitende Phase legt den Rahmen für Ibarras persönliche und politische Kämpfe und bereitet den Weg für Themen wie Loyalität, Verrat und der Kampf um Gerechtigkeit, die im weiteren Verlauf des Romans eine zentrale Rolle spielen werden.
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