„Russische Roulette: Russlands Wirtschaft in der Ära Putin“ von Samuel Vaknin ist eine analytische Untersuchung des wirtschaftlichen Geschehens in Russland zu Beginn des 21. Jahrhunderts, insbesondere unter der Führung von Wladimir Putin. Der Text, der Anfang der 2000er Jahre verfasst wurde, geht auf verschiedene Aspekte der russischen Wirtschaft ein und hebt die Auswirkungen politischer Einflüsse auf Finanzinstitutionen, die Militärrestrukturierung sowie den Energiemarkt hervor. Das Buch bietet eine kritische Perspektive darauf, wie historische Traditionen die heutigen Entwicklungen in der russischen Wirtschaft geprägt haben. Der Einleitungsteil gibt einen Überblick über das Sicherheitsapparat und die Militärreformen in Russland und erläutert die einflussreiche Rolle ehemaliger KGB- und FSB-Offiziere in der Regierung. Vaknin beschreibt die Ineffizienzen sowie die Korruption im russischen Militär und zeigt auf, wie diese Probleme Putins Bemühungen behindern, die Kontrolle über das Militär sowie die regionalen Regierungen wiederzuerlangen. Er gibt zudem Einblicke in den Übergang ehemaliger KGB-Mitarbeiter in unternehmerische Tätigkeiten in der chaotischen Nachkommunistenzeit und deutet auf eine Verbindung von kriminellen Aktivitäten und Unternehmertum beim Aufbau der neuen Wirtschaft hin. Dies legt den Grundstein für eine tiefergehende Untersuchung der wirtschaftlichen Transformation Russlands sowie der Verflechtung politischer und wirtschaftlicher Interessen, die die Putin-Ära kennzeichnen.