„Noémie Hollemechette: Tagebuch einer kleinen belgischen Flüchtlingin“ von Du Genestoux ist eine historische Erzählung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch schildert die persönlichen Erfahrungen der jungen Belgierin Noémie, deren Leben durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs und die daraus resultierende Flüchtlingskrise abrupt verändert wird. Die Erzählung ermöglicht es den Lesern, die Auswirkungen des Krieges aus der Sicht eines Kindes zu verstehen und thematisiert dabei Unschuld, familiäre Bindungen sowie die herzzerreißenden Folgen von Konflikten. Zu Beginn des Buches beginnt Noémie im Juli 1914 mit dem Schreiben ihres Tagebuchs – voller Vorfreude auf ihre bevorstehenden Sommerferien und die Zeit mit ihrer Familie am Meer. Doch als in ihrem Heimatland die Spannungen zunehmen, verwandelt sich diese Freude schnell in Angst und Sorge, insbesondere nach der Einberufung ihres Bruders Désiré zum Militär nach der Kriegserklärung. Durch kindliche Betrachtungen ihrer Umgebung, ihrer Beziehungen zu Verwandten sowie ihrer emotionalen Reaktionen auf die sich entwickelnde Krise wird deutlich, welch scharfer Kontrast zwischen der unbeschwerten Unschuld der Kindheit und den harten Realitäten eines Landes besteht, das mit einer Invasion konfrontiert ist.