„Pictographen der nordamerikanischen Ureinwohner“ von Garrick Mallery ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem späten 19. Jahrhundert. Das Werk untersucht die Bedeutung der von den nordamerikanischen Ureinwohnern geschaffenen Pictographen und konzentriert sich dabei auf ihre kulturellen Auswirkungen sowie die evolutionären Aspekte der Kommunikation durch Bildsprache. Im gesamten Text versucht Mallery, detailliert darzulegen, wie diese Pictographen verschiedene Facetten des Lebens der Ureinwohner widerspiegeln – von alltäglichen Aktivitäten bis hin zu spirituellen Überzeugungen. Zu Beginn seines Werkes führt Mallery das Konzept der Pictographen als eine Form der visuellen Sprache ein, die Ideen und Erfahrungen ohne den Einsatz geschriebener Worte vermittelt. Er erörtert außerdem, wie diese frühen Formen der grafischen Kunst eine Brücke zwischen mündlichen Traditionen und der späteren Entwicklung der schriftlichen Sprache darstellen. Der einleitende Teil betont zudem die Bedeutung der Erforschung dieser Bilder – nicht nur aufgrund ihres künstlerischen Wertes, sondern auch wegen der Erkenntnisse, die sie über die Geschichte und Kultur der Völker liefern, die sie geschaffen haben. Mallery macht deutlich, dass seine Untersuchungen hauptsächlich auf den Pictographen konzentriert sein werden, die von Stämmen nördlich von Mexiko angefertigt wurden, und legt so den Grundstein für eine tiefergehende Erforschung ihrer Bedeutung und ihres Kontextes innerhalb der Ureinwohnergesellschaften.