„Le donne che lavorano“ von Virginia Treves ist eine feministische Abhandlung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Werk betont die sich wandelnde Rolle der Frau in der Gesellschaft und tritt für ihre Unabhängigkeit und Selbstermächtigung durch verschiedene Formen der Arbeit ein. Treves behandelt die Härten, denen Frauen sowohl der Arbeiterklasse als auch des Bürgertums ausgesetzt sind, und fordert einen Wandel der gesellschaftlichen Haltung gegenüber der Frauenarbeit jenseits der Grenzen der Häuslichkeit. Der Anfang des Textes bereitet die Grundlage für eine Erörterung der Rollen und Rechte der Frau und reflektiert die tiefgreifenden gesellschaftlichen Veränderungen sowie die Herausforderungen, die fortbestehen. Die Autorin führt Begriffe wie wirtschaftliche Unabhängigkeit, Freiheit und gesellschaftliche Erwartungen an Frauen ein und unterstreicht die Notwendigkeit, sich den modernen Gegebenheiten anzupassen. Sie hebt die Not arbeitender Frauen hervor, die unter harten Bedingungen leiden, und tritt für das Recht der Frauen ein, einer Arbeit nachzugehen, die sowohl ihrem eigenen Wohl als auch dem ihrer Familien dient. Treves’ Werk erscheint als Aufruf zum Handeln, der Frauen ermutigt, ihr Potenzial anzunehmen und in verschiedenen Berufen Möglichkeiten der Selbstverwirklichung und des gesellschaftlichen Beitrags zu suchen.