„Sexual Life of Primitive People“ von Hans Fehlinger ist eine wissenschaftliche Veröffentlichung aus dem frühen 20. Jahrhundert. Das Werk untersucht die sexuellen Sitten, Beziehungen und Verhaltensweisen verschiedener Naturvölker und beleuchtet deren gesellschaftliche Normen in Bezug auf Sexualität, Ehe und Schamhaftigkeit. Es soll den Lesern ein Verständnis dafür vermitteln, wie sich diese Praktiken im Laufe der Zeit entwickelt haben und was sie über die menschliche Sexualität insgesamt aussagen. Zu Beginn des Buches stellt der Autor den Begriff der Schamhaftigkeit bei Naturvölkern dar und erläutert, dass fehlende Kleidung nicht unbedingt mit mangelnder sexueller Schamhaftigkeit einhergeht, wie in vielen Kulturen zu sehen ist, in denen Nacktheit üblich ist. Er führt Erkenntnisse aus anthropologischen Studien an und weist auf das fehlende Unbehagen gegenüber den Geschlechtsorganen sowie auf den unbefangenen Umgang mit Nacktheit und sexueller Interaktion bei verschiedenen Stämmen hin. Der Text hebt jedoch auch hervor, dass bestimmte Situationen Schamhaftigkeit auslösen können, insbesondere wenn sexuelle Handlungen oder derbe Witze im Spiel sind. Diese einleitende Erörterung bildet die Grundlage für eine ausführliche Untersuchung kultureller Einstellungen zur Sexualität im weiteren Verlauf des Textes.