„Griechische Leichtathletik und Feste“ von E. Norman Gardiner ist eine historische Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch untersucht die Bedeutung der Leichtathletik in der antiken griechischen Kultur und zeigt auf, wie körperliche Ausbildung sowie sportliche Wettbewerbe ein untrennbarer Bestandteil der Erziehung, des Alltagslebens und der nationalen Identität waren. Es behandelt die weite Geschichte der griechischen Leichtathletik – einschließlich ihrer Feste und des mit ihr verbundenen ästhetischen Ideals – und verbindet antike Praktiken mit modernen Interpretationen. Der Einstieg in das Buch legt den Grundstein für eine gründliche Betrachtung der griechischen Leichtathletikpraktiken und betont deren Bedeutung sowohl im militärischen als auch im zivilen Leben. Gardiner vergleicht den antiken griechischen Ansatz der Leichtathletik – mit seinem Gleichgewicht zwischen körperlicher und geistiger Ausbildung – mit modernen Sichtweisen, die Sport oft nur als reinen Zeitvertreib betrachten. Er hebt die Rolle der Leichtathletik in der griechischen Bildung hervor und weist darauf hin, dass eine gute körperliche Verfassung für einen Bürger-Soldaten in Zeiten von Konflikten unerlässlich war. Die Einleitung gibt zudem einen Überblick über die historische Entwicklung der sportlichen Wettbewerbe – von ihren Anfängen bis zu verschiedenen kulturellen Veränderungen – und zeigt auf, welchen bedeutenden Einfluss diese auf die griechische Gesellschaft hatten sowie welches nachhaltige Erbe sie in der heutigen Leichtathletik hinterlassen haben.