„Die intellektuelle Taverne: Aus meinen Erinnerungen“ von Pompeyo Gener ist ein Memoir, das Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Dieses Buch bietet einen faszinierenden Einblick in das intellektuelle Leben Barcelonas aus der Sicht des Autors – er schildert seine Erlebnisse in einer lebendigen Taverneumgebung. Der Text hebt die kulturellen und sozialen Begegnungen hervor, die in der von Joan Ventura betriebenen Kneipe „La Malvasía“ stattfanden, wo sich eine vielfältige Gruppe aus Künstlern, Schriftstellern und Intellektuellen traf. Gener beschreibt lebhaft die heterogene Kundschaft dieser Taverne und stellt verschiedene Persönlichkeiten vor – Dichter, Journalisten, Musiker, die dort häufig verkehrten. Er erzählt Anekdoten über lebhafte Diskussionen zu Themen von Politik bis hin zur künstlerischen Ausdrucksweise sowie über die oft humorvollen Interaktionen der Gäste miteinander. Die Taverne dient dabei als Mikrokosmos der umfassenderen gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit und spiegelt die Komplexitäten der menschlichen Natur, Kreativität und Kameradschaft wider – zugleich wird Joans Ventura Großzügigkeit sowie seine Leidenschaft für Literatur hervorgehoben. Letztendlich verbindet die Erzählung persönliche Erinnerungen mit kulturellen Kommentaren und macht das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis für alle, die sich für die Literaturgeschichte sowie den bohemianischen Lebensstil jener Epoche interessieren.