„Lord Lister Nr. 0126: Der Rat des Polizeichefs“ von Kurt Matull und Theo von Blankensee ist eine als Serie veröffentlichte Krimi-Abenteuergeschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Erzählung folgt dem Gentleman-Kriminellen Lord Lister, alias Raffles, auf seiner Reise, um die mysteriösen Vorgänge im abgelegenen Schloss Bartram-Haugh zu untersuchen. Dort hält der dominante La Rougière seine Tochter Charlotte sowie ihre Gouvernante Mademoiselle Rochefort nahezu unter Hausarrest. Verschwörungen geheimer Gesellschaften, Mordpläne und Intrigen im Schloss bilden die Grundlage für eine Rettungs- und Infiltrationsmission unter der Leitung von Raffles und seinem Begleiter Charly Brand. Zu Beginn wird die düstere Geschichte von Bartram-Haugh sowie die Übernahme des Schlosses durch den geheimnisvollen Franzosen La Rougière erzählt – ein Mann, der das Licht hasst, gefährliche Hunde hält und jeden Bewegung innerhalb der Mauern kontrolliert. Mademoiselle Rochefort kommt, um Charlotte zu unterrichten, stößt auf die unterdrückerischen Regeln La Rougières, gewinnt das Vertrauen des Mädchens und erfährt schließlich, dass La Rougière hinter den jüngsten Attentaten auf Mitglieder der Königsfamilie steht. Aus Angst um ihr Leben sucht sie nach Hilfe von außen. Raffles und Charly, die sich zu „Erholung“ in Derbyshire aufhalten, treffen das geheimnisvolle Paar, vereinbaren ein Signal und lassen sich anschließend in das Schloss einschleichen. In der Nacht überquert Raffles den Graben, betäubt einen Wachhund, beobachtet eine heimliche Versammlung sowie einen versteckten Geldschrank und fällt schließlich La Rougière in die Falle – gerade als Charly alarmiert wird und der stumme Torwächter überwältigt werden muss.