„Der schwarze Kuss“ von Robert Bloch und Henry Kuttner ist eine Horrorgeschichte, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Die Handlung spielt an der Küste Kaliforniens und folgt einem Künstler, der von immer intensiver werdenden Seeträumen heimgesucht wird – Träumen, die mit einer alten Familienlegende verbunden sind und ihn in Richtung eines übernatürlichen Besessungsphänomens führen. Graham Dean erbt ein altes Haus in San Pedro, das einst von Morella Godolfo bewohnt wurde – einer finsteren Gestalt aus der lokalen Legende, die angeblich mit übernatürlichen Meereswesen zusammenhängt. Als Grahams Seeträume zu lebhaften Visionen grüner Tiefen und schattenhafter Schwimmer werden, erfährt er von seinem okkulten Verbündeten Dr. Yamada, dass solche Wesen menschliche Körper durch einen Kuss stehlen können – und dass Morella selbst einst ein Meereswesen war, das in einem menschlichen Körper lebte. In eine Küstenhöhle gelockt, wird Graham erneut geküsst; sein Geist gerät in den kahlen, schuppigen Körper des Wesens, während sein menschlicher Körper von Morella übernommen wird. Nachdem er mit diesen Monstern zu einem Wrack geschwommen ist und ihre Jagd auf ertrinkende Menschen miterlebt hat, kehrt er in die Höhle zurück, konfrontiert seine „gestohlene“ menschliche Gestalt und hält sie fest, bis Yamada und Grahams Onkel eintreffen. In einem letzten Akt des Selbstopfers sorgt Graham dafür, dass das Meereswesen in seinem Körper nicht entkommen kann – er stirbt, als Yamada schießt und er selbst einen tödlichen Biss versetzt, wodurch die Besessenheit beendet wird und der „schwarze Kuss“ gesühnt ist.
Ebenfalls veröffentlicht unter dem Titel: „Sea Kissed“.