„Satukontti“ von Jalmari Finne ist eine Sammlung von Märchen, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurden. Sie basiert auf finnischer Folklore, dem ländlichen Leben sowie spielerischen Personifizierungen der Natur und enthält kurze Abenteuer mit moralischem Gehalt, erzählt in einer märchenhaften Sprache. Zu den Charakteren gehören Frostgeistern, Hexen, gutherzige Arme, streitsüchtige Kreaturen sowie Waldgötter – alle werden mit sanftem Humor und klaren Botschaften dargestellt. Am Anfang der Sammlung wird ein alter Wanderer namens Elias vorgestellt; in seinem Rucksack sammelt er „Schätze“, die leise flüstern. Nach seinem Tod folgt ein junger Mann diesen Stimmen in einen Berg, wo zahlreiche märchenhafte Wesen ihm die weiteren Geschichten erzählen. In einem anderen Märchen trifft ein Junge auf den frechen Sohn des Frostes – dessen Berührung zu hartem Reif geführt und einen Garten verwüsten lässt. Matti, der Schlangentöter, und seine Verbündeten kämpfen gegen eine Schar Schlangen; schließlich überlistet Matti eine Hexe, die Schlangen herstellt. In einem weiteren Märchen steht ein sanfter, kranker Bruder im Gegensatz zu seinem gierigen, gesunden Bruder – dessen Diebstähle ihn ins Unglück stürzen. In einer scharfen Fabel streiten eine Schnecke, ein Kohlwurm und eine Eidechse darüber, wie die Welt neu geordnet werden soll – doch schließlich beenden ein Bauer und eine Henne diese Debatte abrupt. In einer fantasievollen Idylle klettert der Jäger Sakari in die Wolken, um „Bärenwolle“ zu sammeln; später verdient er seinen Lebensunterhalt mit zähmten Bären. Das letzte Märchen stellt die alte Hexe Turja und ihre vier identischen Diener vor – sie planen, ihre Natur zu verändern… Doch der Erzählstrang endet dort abrupt.