„Die römische Frage“ von Edmond About ist eine historische Abhandlung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die tief in die politischen und sozialen Spannungen rund um den Papststaat sowie die Autorität des Papstes zu einer Zeit großer Umwälzungen in Italien eindringt. Das Buch untersucht kritisch die Struktur der päpstlichen Regierung, die Beschwerden ihrer Untertanen sowie die Paradoxien, die in der doppelten Rolle des Papstes als geistlicher Führer und weltlicher Herrscher liegen – wobei dabei verschiedene persönliche Beobachtungen und zeitgenössische Analysen herangezogen werden. Der Beginn des Textes dient als Vorwort, in dem der Autor seine umfangreichen Recherchen sowie die Motive für das Verfassen dieses Werkes erläutert. Er teilt außerdem seine ersten Eindrücke sowie die Herausforderungen mit, denen er bei der Sammlung seiner Gedanken mitten in politischen Auseinandersetzungen begegnet ist – insbesondere dem Widerstand seitens der päpstlichen Regierung. Insbesondere wird dabei die scheinbar unterdrückerische Herrschaft des Papstes thematisiert, dessen absolute Macht Unruhen unter den Untertanen hervorruft, die sich nach Reformen und einer besseren Regierungsweise sehnen. Diese Einleitung bereitet somit den Boden für die Untersuchung der Komplexitäten des römischen politischen Systems und hebt das Unzufriedenheitserleben sowohl des Klerus als auch der Laien bezüglich der Führung des Papststaates hervor; zugleich werden weitere Diskussionen über Klassenkämpfe, gesellschaftliche Probleme sowie die notwendige Unabhängigkeit des Papstes von weltlicher Macht angedeutet.