„Mythen und Legenden Ägyptens“ von Lewis Spence ist eine historische Abhandlung, die Anfang des 20. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch ergründet das reiche Geflecht der altägyptischen Mythologie und Zivilisation und beschäftigt sich mit den komplexen Glaubensvorstellungen, Gottheiten sowie Bräuchen, die das Leben und die Kultur der Ägypter geprägt haben. Der Einstieg in dieses Werk legt den Grundstein für eine detaillierte Untersuchung des religiösen und mythologischen Kontexts Ägyptens – insbesondere nach der Entzifferung der Rosettastele, die zu einem neuem Interesse an altägyptischen Denkmälern und Inschriften führte. Spence argumentiert, dass das Verständnis der ägyptischen Mythologie entscheidend sei, um die gesamte Zivilisation in ihrer Gesamtheit zu begreifen. Er weist auf die Komplexität des Götterpantheons sowie der über Tausende von Jahren entstandenen Mythologie hin und erörtert dabei Themen wie Animismus, Fetischismus und Totemismus, die auf eine enge Verbindung zur Kultur anderer alter Völker hindeuten. Die Diskussion legt zudem den Grundstein für eine tiefergehende Analyse der Rolle lokaler Götter und Rituale bei der Gestaltung des religiösen Systems im alten Ägypten – eines Systems, das oft von großer Komplexität geprägt war.