„Elektra“ von Euripides ist eine Tragödie, die Mitte der 410er Jahre v. Chr. verfasst wurde. Elektra wird aus politischen Gründen mit einem armen Bauern verheiratet, um zu verhindern, dass adlige Erben entstehen. Später schließt sie sich ihrem in Exil lebenden Bruder Orestes an, um den Mord an ihrem Vater Agamemnon zu rächen. Ihre Zielpersonen sind ihre Mutter Klytemnestra und deren Liebhaber Aegisthus, die Agamemnon vor vielen Jahren getötet hatten. Während die Geschwister ihren Plan in die Tat umsetzen, werden Fragen nach Heldentum, Moral und dem Preis der Rache aufgeworfen – Fragen, die schließlich zu Handlungen führen, die sowohl Gerechtigkeit als auch tiefes Schuldbewusstsein mit sich bringen.
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