„Heimleben in der Kolonialzeit“ von Alice Morse Earle ist eine historische Abhandlung, die Ende des 19. Jahrhunderts verfasst wurde. Das Buch untersucht das Alltagsleben sowie die häuslichen Verhältnisse der frühen amerikanischen Kolonisten und konzentriert sich dabei auf ihre Häuser, deren Einrichtung sowie ihren Lebensstil während der Kolonialzeit. Es bietet wertvolle Einblicke in die praktischen Gebräuche und Traditionen jener Epoche. Der Beginn des Buches beschreibt die verschiedenen Formen von Unterkünften, die die Kolonisten bei ihrer Ankunft in Amerika nutzten. Es erläutert die Schwierigkeiten der ersten Siedler bei der Beschaffung von Unterkünften – insbesondere angesichts reichlicher natürlicher Ressourcen – und zeigt auf, wie sie oft auf Höhlenbewohnung oder Blockhäuser zurückgriffen, da ihnen Werkzeuge und Materialien fehlten. Zudem wird die Entwicklung der kolonialen Häuser hinsichtlich ihrer Gestaltung und verwendeten Materialien dargestellt; gleichzeitig werden die Wohnverhältnisse der Kolonisten mit denen der Ureinwohner Amerikas verglichen. Die Autorin unterstreicht dabei die Einfallsreichtum und Widerstandsfähigkeit der Kolonisten und bereitet so den Weg für eine weitere, tiefergehende Untersuchung anderer Aspekte des kolonialen häuslichen Lebens im weiteren Verlauf des Textes.