„Das gestohlene Mädchen“ von Hendrik Conscience ist ein Roman, der vermutlich Anfang des 20. Jahrhunderts geschrieben wurde. Die Handlung dreht sich um die Schwierigkeiten der Hauptfigur, Marta Sweerts, einer Witwe, die mit den herausfordernden Beziehungen in dem Dorf Orsdael zurechtkommen muss – insbesondere mit ihrer Verbindung zum örtlichen Verwalter Mathys. Der Roman thematisiert Liebe, Opfer und die harten Realitäten, denen Frauen in einer patriarchalischen Gesellschaft ausgesetzt sind. Zu Beginn des Romans lernen wir Catalina kennen, die sich um ihre Freundin Marta und deren schwierige Situation sorgt. Als Catalina Mathys begegnet, erfährt sie von seinen Frustrationen wegen der angeblichen Kälte Martas gegenüber ihm und versucht gleichzeitig, ihre Freundin davor zu schützen, aus Orsdael vertrieben zu werden. Diese Unterhaltung legt die zugrundeliegenden Spannungen und Emotionen zwischen den Charakteren frei und bereitet den Weg für eine Reihe von Ereignissen, die ihr Leben stark beeinflussen werden – und letztendlich Fragen nach Liebe, Loyalität sowie den Opfern aufwerfen, die man für die Menschen, die man liebt, bringen muss. Catalinas Wunsch, Marta zu schützen, spiegelt ihre Verbundenheit mit ihrer Freundin in einer Welt wider, in der Frauen zahlreichen Gefahren ausgesetzt sind.